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Junge Union Kaarst auf den Spuren „Deutscher Diktaturen des 20. Jahrhunderts“ in Dresden und Weimar

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Die Junge Union Kaarst besuchte über den 3 Oktober die Städte Dresden und Weimar um sich zu den „deutschen Diktaturen des 20. Jahrhunderts“ weiterzubilden. Gleich zu Beginn besuchten sie die Gedenkstätte Pirna- Sonnenstein. Hier erfuhren sie schockierenden Fakten über die „Euthanasie“-Tötungsanstalt.

Mindestens 13.720 Frauen, Männer und Kinder wurden vor Ort ermordet. Dem „Euthanasiemassenmord“ fielen Menschen mit geistigen Behinderungen oder psychischen Erkrankungen zum Opfer. Die Nationalsozialisten verwischten nach dem Abbruch der Aktion die Spuren, setzten jedoch dezentral die Morde in Heil- und Pflegeanstalten fort. Am Abend fand ein Stadtrundgang durch die Altstadt Dresdens statt. Hier erfuhren alle Teilnehmer etwas zur Geschichte Dresdens und konnten die Hauptbauwerke Dresdens bewundern. Mit der Besichtigung der Gedenkstätte „Bautzener-Straße“ ging es am Folgetag weiter. Ein ehemaliger Häftling klärte die Gruppe über die ehemalige Untersuchungshaftanstalt der Bezirksverwaltung Dresden des Ministeriums für Staatssicherheit auf. Zunächst diente dieser Ort von 1945-1953 als sowjetischer Haftkeller, ab 1953-1989 war er dann Ort der Stasi-Untersuchungshaft und auch Stasi- Bezirksverwaltung Dresden. Durch Eingreifen von Demonstranten konnten an diesem Ort zahlreiche Stasiakten vor der Vernichtung gerettet werden. Ein Besuch des sächsischen Landtags durfte nicht fehlen und auch ein Treffen mit der Jungen Union Dresden. Beim gemeinsamen Abendessen tauschte man sich über die aktuelle Politik aus. Hier waren die Hauptthemen Asylpolitik, Zusammenarbeit zwischen schwarz/rot im sächsischen Landtag und die Aberkennung des Weltkulturerbetitels. Auch die Gedenkstätte „Münchener Platz“ wurde besucht. Hier ging es um die Strafjustiz während der NS-Zeit, aber auch um die Strafjustiz der sowjetischen Besatzungsmacht sowie um die Strafjustiz in der sowjetischen Besatzungszone und frühen DDR. Einzelschicksale wurden dabei vorgestellt. Auf dem Rückweg nach NRW machte die Gruppe Halt in Weimar und besuchte das KZ-Buchenwald. Eine Führung durch die Stadt Weimar fand auch statt.

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